Entstehungsgeschichte

Während in den USA Mentoring-Programme in der Medizin schon seit vielen Jahren etabliert sind, spielten solche in Europa und der Schweiz eine eher untergeordnete Rolle. Eine Projektgruppe, bestehend aus drei Medizinstudenten, hatte sich 2009 zum Ziel gesetzt, ein Pilotprojekt zu lancieren, welches dieses Ausbildungskonzept am Universitätsspital Zürich etablieren soll.

Im Rahmen eines Seminars im Mantelstudium zu Laufbahnplanung und Work-Life Balance wurde von den Dozentinnen Prof. Barbara Buddeberg und Martina Stamm auf die Bedeutung von Mentoring für die berufliche und persönliche Entwicklung von Medizinstudierenden hingewiesen. Dies veranlasste Cand. med. Esther Frei, im Rahmen einer medizinischen Dissertation, eine PubMed basierte Literaturrecherche zu Mentoring-Programmen für Medizinstudierende durchzuführen. Die Evaluation zeigte, dass mentorierte Medizinstudierende ihr Studium erfolgreicher durchlaufen, sich früher für ein Fachgebiet entscheiden und mehr Interesse an Forschung entwickeln.

Die Erkenntnisse ihrer Dissertation haben Esther Frei bewogen, sich für die Planung und Implementierung eines Mentoring-Programms für Medizinstudierende an der Universität Zürich einzusetzen, zusammen mit zwei weitere Studierenden, Silvio Wehrle und Roman Gähwiler. Unterstützt wurde diese Projektgruppe durch das Studiendekanat der Medizinischen Fakultät UZH—den damaligen Studiendekan Prof. Erich Russi und Dr. Christian Schirlo—sowie durch Dr. Lorenzo Käser vom Universitätsspital Zürich. Diese institutionelle Unterstützung wird durch ihn und durch Prof. Beatrice Beck Schimmer als Nachfolgerin von Prof. Barbara Buddeberg weitergeführt.